Häufig gestellte Fragen

Was ist Wanderhunger?

von {{ author }} Emily Jannet an Jan 28, 2026

Dieser plötzliche, leicht beunruhigende Appetit, der nach dem Ende der Wanderung auftritt

Als ich zum ersten Mal diesen Wanderhunger erlebte, dachte ich wirklich, irgendetwas stimme nicht mit mir. Nach einer langen Wanderung fühlte ich mich gut. Müde, klar, aber normal. Doch etwa eine Stunde später überkam es mich. Kein harmloser Hunger. Kein Hunger, bei dem man nur Lust auf einen Snack hätte. Es war ein tiefer, drängender Hunger, bei dem einem plötzlich alles so lecker vorkam. Ich aß eine ganze Mahlzeit und dachte sofort schon an die nächste. An diesem Tag begriff ich, dass Wanderhunger sehr real ist.

Wenn Sie jemals vom Wanderweg zurückgekommen sind und das Gefühl hatten, ein ganzes Restaurant verdrücken zu können, dann kennen Sie den Wanderhunger.

Die kurze Antwort

Wanderhunger ist ein intensiver Anstieg des Appetits, der während oder nach einer Wanderung auftritt und durch die anhaltende körperliche Anstrengung, den Kalorienverbrauch und den verzögerten Energiebedarf, der dann gleichzeitig nachgeholt wird, verursacht wird.

Es mangelt nicht an Willenskraft. Es ist die Biologie, die ihre Arbeit tut.

Warum Wanderer Hunger haben

Wandern verbrennt Kalorien gleichmäßig über einen längeren Zeitraum. Anders als bei kurzen Trainingseinheiten tritt beim Wandern oft kein unmittelbarer Hunger auf. Der Körper priorisiert die Bewegung und den Appetit erst später.

Sobald man aufhört, holt einen alles ein.

Mehrere Dinge geschehen gleichzeitig:

  • Das Kaloriendefizit baut sich unbemerkt über Stunden auf.

  • Die Glykogenspeicher in Muskeln und Leber sind erschöpft.

  • Die Hormone, die den Appetit regulieren, verändern sich nach dem Training.

  • Der Adrenalinspiegel sinkt , wodurch die Hungersignale stärker werden.

  • Der Regenerationsbedarf setzt ein, insbesondere an Proteinen und Kohlenhydraten.

Die Folge ist ein plötzlicher und überwältigender Hunger.

Mir ist aufgefallen, dass es sich nach langen, gleichmäßigen Wanderungen stärker bemerkbar macht als nach kurzen, intensiven.

Warum es oft nach der Wanderung auftritt, nicht währenddessen

Beim Wandern wird das Blut vermehrt in die Muskeln und die Bewegung gelenkt. Verdauung und Appetit werden vorübergehend vernachlässigt. Sobald man aufhört, sich zu bewegen, kann der Körper endlich signalisieren: „Hey, wir brauchen jetzt Energie.“

Deshalb fühlen sich die Leute auf dem Wanderweg oft gut und sind eine Stunde später total ausgehungert.

Wie sich Wanderhunger anfühlt

Hunger bei Wanderern ist nicht zu übersehen. Typische Anzeichen sind:

  • Kurz nach dem Essen verspüre ich wieder Hunger.

  • Heißhunger auf salzige und kohlenhydratreiche Lebensmittel

  • Ich möchte lieber große Portionen als Snacks.

  • Unzufriedenheit trotz einer vollen Mahlzeit

Oft geht dies auch mit einem tiefen Gefühl der Müdigkeit einher. Diese Kombination kann sich sehr intensiv anfühlen, wenn man sie nicht erwartet.

Wer leidet am meisten unter Wanderhunger?

Fernwanderer

Je länger die Wanderung, desto größer das verzögerte Kaloriendefizit.

Mehrtägige Rucksacktouren

Der Hunger von Wanderern verstärkt sich im Laufe der Tage. Der Appetit nimmt oft täglich zu, selbst bei regelmäßiger Nahrungsaufnahme.

Menschen, die auf dem Wanderweg zu wenig Energie dabei hatten

Wer auf Snacks verzichtet oder zu wenig isst, riskiert fast zwangsläufig, später beim Wanderer stärkeren Hunger zu verspüren.

Wanderer bei kaltem Wetter

Wer sich warm hält, verbrennt zusätzliche Kalorien, was den Hunger im Anschluss verstärkt.

Drei authentische Trail-Momente, die es perfekt erklären

1. Der „zweite Abendessen“-Effekt

Jemand isst nach einer Wanderung eine große Mahlzeit und hat eine Stunde später schon wieder Hunger. Diese zweite Welle überrascht die Leute, ist aber üblich.

2. Der Fehler im Supermarkt

Ein kurzer Stopp im Laden nach einer Wanderung führt dazu, dass man viel mehr Essen kauft als geplant. Im ersten Moment klingt das alles logisch.

3. Der Appetit am nächsten Tag

Manchmal macht sich der Hunger bei Wanderern erst am nächsten Morgen bemerkbar, insbesondere nach sehr langen oder anstrengenden Wanderungen.

Wie man den Hunger von Wanderern stillt

Man muss nicht dagegen ankämpfen, aber man kann damit arbeiten.

  • Iss regelmäßig auf dem Wanderweg , auch wenn du keinen Hunger verspürst.

  • Nehmen Sie Proteine ​​und Fette zu sich , nicht nur Zucker.

  • Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr , da Dehydrierung Hungersignale verstärken kann.

  • Plane eine richtige Mahlzeit nach der Wanderung , nicht nur Snacks.

  • Rechne damit , damit es dich nicht unvorbereitet trifft.

Ich habe festgestellt, dass es die Situation weniger chaotisch erscheinen lässt, wenn man den Hunger der Wanderer berücksichtigt. Es ist einfacher, ruhig zu reagieren, wenn man weiß, dass er kommt.

Ein kurzer Exkurs zum Thema Schuldgefühle

Manche Menschen haben nach einer Wanderung ein schlechtes Gewissen, weil sie so viel essen möchten. Dieses schlechte Gewissen ist unbegründet. Dein Körper hat gerade stundenlang gearbeitet. Appetit ist Teil der Regeneration, kein Zeichen mangelnder Disziplin.

Mein persönliches Fazit nach vielen hungrigen Abenden.

Der Hunger nach einer Wanderung ist ein Zeichen dafür, dass dein Körper hart gearbeitet hat und sich nun erholen muss. Er tritt nicht zufällig auf und sollte nicht unterdrückt werden. Wenn du verstehst, warum er auftritt, fällt es dir leichter, dich richtig zu ernähren, dich schneller zu erholen und dich am nächsten Tag besser zu fühlen. Und ja, manchmal bedeutet das tatsächlich, zwei Abendessen zu essen.

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