Häufig gestellte Fragen

Was sollte man auf einer Wanderung nicht mitnehmen?

von {{ author }} Emily Jannet an Jan 07, 2026

Ich war mal auf einer Wanderung, wo jemand mit einem so schweren Rucksack auftauchte, dass er aussah, als hätte er ein eigenes Gewicht. Nach einer halben Stunde musste er schon ständig anhalten, um die Gurte zu verstellen, sich über schmerzende Schultern zu beklagen und ewig nach Sachen zu kramen, die er nie benutzt hatte. Irgendwann zog er einen ganzen Taschenbuchroman, eine Glaswasserflasche und einen klobigen Lautsprecher hervor. Nichts für ungut, aber es war eine perfekte Lektion, was man besser nicht auf eine Wanderung mitnimmt.

Wenn du dich fragst, was du zu Hause lassen solltest, bevor du auf Wandertour gehst, stellst du eine kluge Frage. Beim Wandern geht es nicht nur darum, was du mitnimmst, sondern genauso darum, was du zurücklässt.

Warum es wichtig ist, Dinge zurückzulassen

Jedes zusätzliche Ausrüstungsteil erhöht das Gewicht, lenkt ab und erschwert die Entscheidungsfindung. Wandern macht am meisten Spaß, wenn die Bewegungsabläufe unkompliziert sind und der Rucksack dich unterstützt, anstatt dich zu behindern. Viele Beschwerden beim Wandern entstehen nicht durch fehlende Ausrüstung, sondern durch zu viel ungeeignete Ausrüstung.

Ich habe im Laufe der Zeit gelernt, dass auf diesem Weg Einfachheit viel mehr belohnt wird als übermäßige Vorbereitung.

Was man nicht auf eine Wanderung mitnehmen sollte

1. Unnötige schwere Gegenstände

Wenn etwas schwer ist und nicht direkt der Sicherheit, dem Komfort oder der Navigation dient, sollte man es hinterfragen. Große Kameras, sperrige Bücher, übergroße Multitools und Glasbehälter erhöhen das Gewicht, ohne einen Mehrwert zu bieten. Ich hatte einmal ein Hardcover-Buch für „Pausen“ dabei und habe es kein einziges Mal aufgeschlagen.

2. Glasbehälter

Wasserflaschen oder Vorratsgläser aus Glas sind riskant und unpraktisch. Sie sind schwer, zerbrechlich und können gefährlich werden, wenn sie zerbrechen. Leichte, robuste Behälter sind daher immer die bessere Wahl.

3. Übermäßige Kleidung

Zusätzliche Kleidungsschichten sind wichtig. Zu viele Outfits hingegen nicht. Mehrere Kleidungsstücke „nur für alle Fälle“ mitzunehmen, führt oft zu einem überladenen Rucksack. Setzen Sie lieber auf vielseitige Schichten statt auf doppelte Teile.

4. Lautsprecher

Das ist wichtiger, als viele denken. Laute Musik stört Wildtiere, andere Wanderer und die Ruhe, die viele in der Natur suchen. Wer Musik hören möchte, sollte Kopfhörer benutzen oder die Stille genießen.

5. Große Mengen unnötiger Lebensmittel

Packen Sie ausreichend Essen ein, um energiegeladen zu bleiben, aber vermeiden Sie es, so viel einzupacken, als würden Sie eine ganze Gruppe verpflegen. Zu viel Essen ist unnötig schwer und wird oft nicht gegessen. Ausgewogene, kalorienreiche Snacks sind sinnvoller.

6. Zerbrechliche oder sentimentale Gegenstände

Alles, was Sie ungern verlieren, beschädigen oder nass werden lassen würden, sollten Sie besser zu Hause lassen. Auf Wanderwegen kann es zu Unvorhergesehenem kommen, sei es durchs Wetter, unebenes Gelände oder andere Überraschungen. Ich habe schon oft gesehen, wie Handys, Schmuck und Erinnerungsstücke unglücklicherweise heruntergefallen sind.

7. Brandneue Ausrüstung, die Sie noch nicht getestet haben.

Das ist ein wichtiger Punkt. Neue Schuhe, Rucksäcke oder Kleidung können Blasen, Reibung oder Unbehagen verursachen. Testen Sie Ihre Ausrüstung daher immer erst auf kürzeren Spaziergängen, bevor Sie eine längere Wanderung unternehmen.

8. Toilettenartikel in Originalgröße

Sie brauchen keine vollen Flaschen Shampoo, Lotion oder Sprays. Falls Sie etwas benötigen, bringen Sie nur eine kleine Menge mit. Meistens ist es aber völlig überflüssig.

9. Zusätzliche Gadgets „einfach nur zum Spaß“

Powerbanks, Gadgets, Gadgets und Zubehör summieren sich schnell. Wenn sie auf dem Trail keinen klaren Nutzen haben, sollten sie besser zu Hause bleiben.

10. Müll ohne Plan

Das klingt selbstverständlich, wird aber oft vergessen. Vermeiden Sie es, Gegenstände mitzubringen, die viel Müll verursachen, es sei denn, Sie haben einen Plan, wie Sie alles bequem transportieren können.

Drei Momente, in denen weniger mehr war

1. Das überladene Paket

Ein Wanderer hatte so viel Ausrüstung „für alle Fälle“ dabei, dass sich jeder Aufstieg wie eine Tortur anfühlte. Bei der nächsten Tour halbierte er fast das Gewicht seines Rucksacks und genoss den Wanderweg zum ersten Mal richtig.

2. Der Schuhfehler

Jemand trug brandneue Wanderschuhe auf einer langen Wanderung. Innerhalb einer Stunde bildeten sich Blasen. Die Wanderung wurde vorzeitig abgebrochen, und die Schuhe wurden nie wieder getragen.

3. Die Rednerdebatte

Eine Gruppe hatte einen Lautsprecher dabei und merkte schnell, dass dieser die gesamte Stimmung der Wanderung veränderte. Bei der nächsten Wanderung ließen sie ihn zu Hause und stellten fest, wie viel präsenter sich alle fühlten.

Ein kurzer Exkurs zum Thema Vorbereitung versus Überpacken

Gut vorbereitet zu sein bedeutet nicht, alles mitzunehmen. Es bedeutet, die richtigen Dinge dabei zu haben. Das Nötigste sorgt für Sicherheit und Komfort. Überflüssiges wirkt sich oft negativ aus.

Im Zweifelsfall sollte man vor dem Packen alles ausbreiten und sich eine einfache Frage stellen: Wird das meine Wanderung wirklich verbessern?

Mein persönliches Fazit nach vielen Kilometern

Die schönsten Wanderungen sind die, bei denen sich der Rucksack leicht anfühlt und man sich frei fühlt. Unnötige Dinge zurückzulassen schafft Raum für Bewegung, Achtsamkeit und Genuss. Wandern wird einfacher, ruhiger und viel erfüllender, wenn man dem Drang widersteht, alles mitzunehmen und nur das wählt, was die Wanderung wirklich unterstützt.

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